17.05.2021

Die staatliche Impfpriorisierung wird am 17.05.2021 für alle Impfstoffe in den Artzpraxen aufgehoben.

Bisher gilt die in der Coronavirus-Impfverordnung (Corona-ImpfV) festgelegte Priorisierung auch für Arztpraxen. Niedergelassene können jedoch unter bestimmten Voraussetzungen flexibler vorgehen als es in Impfzentren möglich ist – etwa, wenn durch ein Abrücken von der Impfreihenfolge vermieden wird, dass Impfstoff verfällt. Ab sofort entfällt die Impfpriorierung bei AstraZeneca komplett. Ab Montag, 17. Mai, bekommen Vertragsarztpraxen die volle Flexibilität. Das hat das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg jetzt angekündigt. Es liegt dann im ärztlichen Ermessen, welche Patienten den Schutz durch die Corona-Impfung besonders dringend brauchen. Ärzte können dann wie lange gefordert den Blick stärker auf die Gesundheit der einzelnen Menschen richten, statt auf die starre Impfreihenfolge. Somit ist es uns gestattet alle Personen über 16 bzw. 18 Jahren impfen, sofern Impfstoff verfügbar ist.

Trotz dieser Änderungen orientieren wir uns in der Praxis aktuell noch an der staatliche Piorisierung. Ältere Personen, Schwache und chronisch Kranke haben Vorrang. Einzelfälle der "freien Priorisierung" werden geprüft.

 

In den Impfzentren ist ab 17.05.2021 die gesamte Priogruppe 3 (§ 4 der CoronaImpfV) geöffnet, also auch diejenigen, die aus beruflichen Gründen eine Impfberechtigung erhalten.

Gruppe 3: Erhöhte Priorität

1. Über 60-Jährige
Hinweis: Menschen ab 60 Jahren sind in Baden-Württemberg bereits allein aufgrund des Alters impfberechtigt.

2. Impfberechtigt bereits seit 3. Mai 2021, sofern unter 60 Jahre alt:

Personen mit folgenden Krankheiten:

  • Adipositas (BMI über 30)
  • Immundefizienz oder HIV-Infektion
  • Diabetes mellitus ohne Komplikationen
  • div. Herzerkrankungen (Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Vorhofflimmern, koronare Herzkrankheit oder arterielle Hypertension)
  • Personen mit zerebrovaskulären Erkrankungen, Schlaganfall (Apoplex) oder einer anderen chronischen neurologischen Erkrankung
  • Krebs (behandlungsfrei in Remission befindlich, wenn die Remissionsdauer mehr als fünf Jahre beträgt)
  • COPD oder Asthma
  • Autoimmunerkrankungen und Rheuma
  • bis zu zwei enge Kontaktperson zu pflegebedürftigen Personen ab 60 Jahren bzw. mit o. g. Erkrankungen

3. Nun seit 17.05.2021, sofern unter 60 Jahre alt:

  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko; z. B. in Laboren oder Personal ohne Patientenkontakt
  • Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz und Rechtspflege (Hinweis: Feuerwehrleute, die als Ersthelfer Kontakt mit Patienten oder Verletzten haben, gehören in Baden-Württemberg bereits zu den Impfberechtigten.)
  • Personen, die als Wahlhelfer tätig sind
  • Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, in Apotheken und Pharmawirtschaft, öffentlicher Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
  • Personen, die in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und als Lehrkräfte in Schulen tätig sind, die nicht Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen sind (Hinweis: Baden-Württemberg hat abweichend davon alle Lehrer und Erzieher einschließlich derjenigen, die die ImpfV in Gruppe 3 einstuft, bei der Impfterminvergabe in Prio-Gruppe 2 vorgezogen.)
  • Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht

 

Atteste für Impfungen:

Formlose Bescheinigung ausreichend, diese bekommen Sie bei uns. Laut Impfverordnung benötigen Patienten mit Vorerkrankungen der Gruppe 2 und 3 ein ärztliches Attest, damit sie ihren Anspruch auf eine vorrangige Impfung nachweisen können. Ein ärztliches Attest ist lediglich für die Impfung im Impfzentrum erforderlich.

Ohne Attest:

Für Personen, deren Anspruch auf die Impfung sich bereits aus dem Alter ergibt, ist kein ärztliches Attest notwendig. Das Alter des Anspruchsberechtigten wird über den Personalausweis, die berufliche Tätigkeit über einen Arbeitgebernachweis geprüft.

 

 

Wir wünschen Ihnen Gesundheit und Glück

Ihr Praxisteam der Gemeinschaftspraxis

Dr. med. Thomas May und Annette Morstadt

 

© Praxis Dr. May & A. Morstadt 2021