Doch was können wir selbst dafür tun?

Aber nicht nur das Immunsystem ist wichtig, um eine Infektion zu überstehen. Herz, Gefäße und Lunge werden dabei in hohem oder höchstem Maß belastet, daher sind Patienten mit Vorerkrankungen dieser Organsysteme besonders gefährdet.

Auch wenn eine definitive Erklärung hierfür noch aussteht, so ist doch dem Bluthochdruck, der Zuckererkrankung und der Herzschwäche gemeinsam, dass sie alle zu einer Versteifung oder Funktionsstörung der linken Herzkammer führen.

Das begünstigt einen Rückstau des Blutes in den Lungenkreislauf, dieser Rückstau kann bei Fieber und hohem Pulsschlag im Rahmen einer COVID-19-Infektion noch größer werden und die Lunge zusätzlich belasten.

Jemand, der durch Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems bereits an seinem Limit ist und nur eine geringe Kompensationskapazität durch Anpassung des Körpers an diese Stress Situation hat, ist sicherlich deutlich stärker gefährdet.

Menschen mit guter Herz-Kreislauf Fitness haben somit einen Vorteil, der vom Alter in gewisser Weise unabhängig ist.

Wenn es bei COVID-19 zu einer Virus-Lungenentzündung kommt, ist diese nicht nur auf einen Bereich (Lungenlappen) begrenzt, sondern betrifft meist alle Lungenlappen und es kommt überwiegend zu einer deutlich erhöhten Lungensteifigkeit und damit erhöhter Atemarbeit.

Durch diese erhöhte Atemarbeit und die stattfindende Infektion kommt es zur Umsatzsteigerung (bis zum dreifachen des normalen Umsatzes), rasch geraten die Patienten in die Nähe der maximalen Leistungsfähigkeit, es kommt kommt zum metabolischen Versagen des Körpers.

 

In Kürze folgt Teil 3 mit Trainingsempfehlungen.

 

Quelle: Bloch W, Halle M, Steinacker JM. Sport in
Zeiten von Corona. Dtsch Z Sportmed. 2020;
71: 83-84.

 

 

 

 

Wir wünschen Ihnen Gesundheit und Glück

Ihr Praxisteam der Gemeinschaftspraxis

Dr. med. Thomas May und Annette Morstadt

 

© Praxis Dr. May & A. Morstadt 2020