Episode 3 Was kann ich vorbeugend tun? Präventive Maßnahmen
Achtung nach Infekten.
Nach einer Infektion der Atemwege und des Nasen-Rachenraumes ist ein vorschneller Wiedereinstieg
ins Training riskant. Die interaktive Grafik in unserem Beitrag zeigt, worauf Sportler*innen bei der Rückkehr achten sollten.
Das Return to Sport Protokoll nach Infekten.
Episode 3.
Prävention
Ausgewogene
Belastungssteuerung und Regeneration sind zentral.
Schlafqualität als
Schlüsselfaktor.
Wearables (Smartwatches)
können Hinweise auf Infekte liefern (z. B. HRV, erhöhte Ruheherzfrequenz).
Ernährung als Prävention und Therapie
·
Eine
ausgewogene, überwiegend pflanzenbasierte Ernährung ist für Sportler:innen
essenziell, um Leistungsfähigkeit, Regeneration und Immunfunktion zu
unterstützen. Die Basis bilden komplexe Kohlenhydrate, hochwertige Proteine,
ungesättigte Fettsäuren und eine ausreichende Ballaststoffzufuhr. Bei
sinnvoller Lebensmittelauswahl ist eine zusätzliche Supplementation meist nicht
notwendig, außer bei speziellen Ernährungsformen (z. B. Veganismus) oder
diagnostizierten Mängeln.
·
In der
Regel nicht notwendig bei ausgewogener Ernährung.
Ausnahmen:
spezielle Ernährungsformen (z. B. Veganismus → Vitamin B12 und Eisen)
oder nachgewiesene Mängel (z. B. auch Vitamin D).
Energie- und
Proteinzufuhr:
Besonders wichtig ist eine an Trainingsumfang und -intensität
angepasste Kalorienzufuhr, da Energiemangel das Risiko
für Übertraining und Infekte erhöht.
Proteinbedarf: ca. 1,2–2,0
g/kg KG/Tag, verteilt auf 3–4 Mahlzeiten. Höhere Mengen sind aktuell nicht
generell empfohlen. Pflanzliche Proteinquellen sollten bevorzugt werden,
bei Bedarf können hochwertige Proteinshakes ergänzend eingesetzt werden.
Schlafqualität, Alkoholverzicht
sowie der gezielte Verzehr immununterstützender Lebensmittel (z. B. Vitamin C,
Polyphenole, Omega-3-Fettsäuren, Zink, probiotische Lebensmittel) sind
insbesondere in intensiven Trainings- oder Wettkampfphasen von Bedeutung.
Vitamin C u. a.
Zitrusfrüchte, rote Paprika, Sauerkraut
Polyphenole u. a.
Brokkoli, Trauben, dunkle Schokolade, Curcuma
Flavonoide – Subgruppe der
Polyphenole (s. o.) u. a. Äpfel, Zwiebeln (Quercetin), Spinat
(Kaempferol), rote Beeren (Anthocyane)
Omega-3-Fettsäuren –
DHA/EPA u. a. fetter Seefisch, Leinsamen, Walnüsse
Beta-Glucan u. a.
Hafer, Gerste, Vollkornprodukte, Pilze
Zink u. a.
Hülsenfrüchte, Kürbiskerne
Allicin: u. a.
Knoblauch, Zwiebeln
Gingerol und Shogaol frischer
oder getrockneter Ingwer
Präbiotische Lebensmittel u. a.
Kefir, Kimchi, stichfester Joghurt
Zusammenfassung:
Eine vorausschauende
Belastungssteuerung (siehe Schema) in
Kombination mit gezielten vorbeugenden Maßnahmen (siehe
Prävention) ist
entscheidend, um Infekte zu reduzieren und Komplikationen zu vermeiden. Eine gute
Schlafqualität sowie eine vollwertige, ausgewogene Ernährung nehmen dabei eine
Schlüsselrolle ein, da sie leicht umsetzbar und zugleich hochwirksam in
Prävention und Therapie sind. Durch den konsequenten Einsatz dieser Maßnahmen können
wir Sie optimal durch die Erkältungssaison begleiten.
Return to Sport Protokoll nach Infekten
Bei Fragen können Sie sich gerne an das Ärzteteam wenden.