Stufenweise Rückkehr zum Sport

05.02.2026

Episode 1 Wie stufe ich meine Erkrankung ein?

Achtung nach Infekten

Nach einer Infektion der Atemwege und des Nasen-Rachenraumes ist ein vorschneller Wiedereinstieg ins Training riskant. Die interaktive Grafik in unserem Beitrag zeigt, worauf Sportler*innen bei der Rückkehr achten sollten.

Das Return to Sport Protokoll nach Infekten.

Winterzeit Erkältungszeit.

Mit der Erkältungssaison steigt das Infektrisiko und für Euch Sportler stellt sich die Frage, wir lange soll ich bei oder nach einem Infekt mit dem Sport pausieren und mit welcher Intensität kann ich die sportliche Aktivität wieder aufnehmen? Welche Strategie die beste ist, haben wir hier für Euch zusammengefasst.

Heute Episode 1 von 3: 

1. Wie stufe ich meine Erkrankung ein? 

Zunächst stellt sich die Frage, mit welchen Erregern haben wir’s zu tun?

  • Meist handelt es sich um virale Atemwegsinfekte (Rhino-, Adeno-, Influenza-, Coronaviren).
  • Bakterielle (Super-)Infektionen sind seltener, verlaufen aber häufig schwerer (z. B. Streptokokken, Staphylokokken).

Symptome und Belastungssteuerung

Hier hat sich eine einfache Einteilung bewährt: ist die Hauptsymptomatik vom Hals gesehen aufwärts oder abwärts? Neck-check.

1. Obere Atemwegsinfekte Schnupfen „laufende Nase“ oder Nebenhöhlenentzündung:

  • meist mild.
  • angepasste sportliche Aktivität meist möglich.

2. Untere Atemwegsinfekte (Mandel-, Kehlkopf-Entzündung, Bronchitis):

  • Häufig systemische Symptome (Fieber, Muskelschmerzen, Gliederschmerzen, Lymphknotenschwellung). 
  • Belastungspause erforderlich (siehe Schema) um Komplikationen zu vermeiden. 

3. Risiko einer Myokarditis / Herzmuskelentzündung:

  • Bei 5–10 % der viralen Infekte (bei SARS-CoV-2 häufiger) wird eine Herzbeteiligung angenommen. 
  • Diese ist oft symptomarm, kann durch Sport verschlimmert werden. 
  • Körperliche Schonung reduziert die Entzündungsaktivität im Herzmuskel. 

In der nächsten Episode erfahren wir, wie wir wieder in den Sport einsteigen.

Bei Fragen können Sie sich gerne an das Ärzteteam wenden.