Das Thema Fleischkonsum wird sehr kontrovers diskutiert. Immer wieder wird in diesem Zusammenhang eine krebsfördernde Wirkung von rotem Fleisch angegeben. Reflexhaft wird Fleisch gemieden oder es wird zu fettarmem Geflügel und Putenfleisch aus Masttierhaltung gegriffen. Die Bevorzugung dieser Fleischsorten ist nicht vorteilhaft, da dieses Fleisch einen hohen Anteil entzündungsfördernder Arachnidonsäure und wenig Omega 3 Fettsäuren enthält.

 

Gehalt an entzündungsfördernder Arachidonsäure (in mg/100 g Lebensmittel):

Massentierhaltung:    

  • Schwein 230 mg

  • Huhn 160 mg

  • Suppenhuhn und Pute 300–800mg

 

dagegen:    

  • Wild 20mg
  • Bio-Rindfleisch 30–40mg
  • Lamm 80mg

Quelle: Niels Schulz-ruhtenberg sportsnutritionspezial – medicalsports network 01.14


Wild oder Bio Rindfleisch dagegen hat nur einen niedrigen Anteil von Arachnoidonsäure und einen hohen Anteil am Omega 3 Fettsäuren, da diese Tiere wenig Stress ausgesetzt sind, sich bewegen und Gras, Blumen, Kräuter fressen. Damit ist dieses Fleisch zu bevorzugen.

Zusammenfassend ist anzumerken, dass die generelle Angst vor Fleisch unbegründet ist. Denn genetisch sind wir Steinzeitmenschen und deshalb ist der Fleischkonsum artgerecht. Zu beachten ist allerdings die richtige Fleischwahl.

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