Was ist ein Belastungs EKG?


Beim Belastungs-EKG wird der Patient auf einem Fahrradergometer unter steigender Wattzahl belastet. Dabei werden Herzschlagfolge, Blutdruck und Allgemeinbefinden des Patienten überwacht. Während der gesamten Belastung werden die „Herzströme“ (näheres siehe unter EKG) mittels eines EKG Gerätes abgeleitet und aufgezeichnet. Die Belastung erfolgt bis zu einer altersbedingten Belastungsgrenze. Sollten schon vor Erreichen der altersbedingten Belastungsgrenze Beschwerden wie zum Beispiel Herzschmerzen, Atemnot oder auffällige Veränderungen der EKG-Kurve auftreten, wird der Belastungstest abgebrochen.


Was bedeutet körperliche Belastung?

Bei einer erhöhten körperlichen Belastung auf dem Fahrrad benötigt die arbeitende Skelettmuskulatur (in diesem Fall die Beinmuskulatur) ein größere Menge Sauerstoff und Nährstoffe, welche im Blut transportiert werden. Somit muss das Herz mehr leisten, weil es die arbeitenden Beinmuskeln mit einer größeren Blutmenge versorgen muss. Durch die Mehrbelastung beim Radfahren entsteht ein erhöhter Sauerstoffbedarf für den Herzmuskel. Besteht eine Verengung der Herzkranzgefäße (Herz versorgende Gefäße), welche in Ruhe den Herzmuskel noch ausreichend mit Blut versorgen können, so gerät im Falle körperlicher Anstrengung der Herzmuskel gegebenenfalls unter Sauerstoffnot. Es können Herzschmerzen (Angina pectoris) oder verstärkte Luftnot auftreten, die EKG Kurven oder der Herzrhythmus können sich verändern. Die Beschwerden des Patienten werden registriert, die Veränderung der EKG Kurven und des Herzrhythmus werden aufgezeichnet und abgespeichert.


Wieso wird ein Belastungs-EKG durchgeführt?

Das Belastungs-EKG zeigt eventuell auftretende Durchblutungsstörungen des Herzmuskels an. Entsprechende Untersuchungen, Behandlungen können noch vor dem Auftreten eines Herzinfarktes eingeleitet werden. Durch ein Belastungs-EKG kann die Wirksamkeit von verordneten Medikamenten (z. B. Blutdruckmedikamente, Medikamente zur Rhythmusstabilisierung) überprüft werden.


Die Ergebnisse und Auswertungen dieser Untersuchung werden in unserer elektronischen Krankenakte gespeichert und können in unserem internen Praxisnetzwerk an jedem Arbeitsplatz aufgerufen und mit Ihnen erörtert werden.

 

© Praxis Dr. May & A. Morstadt 2017